Freitag, 28. Oktober 2011

Nacho loco



















Maischips? Lecker! Mit Käse überbacken? Großartig! Paprika und Chilis dazu? Yes, please. Und genau solche kleinen Einfachheiten sind es, die diesem Rezept das Leben einhauchen. Ursprünglich in unserer Stamm-Bar als Vorspeise und legendärer-Abend-Einleiter, war es uns irgendwann nicht mehr genug, für gescheite Nachos auf Kneipentour gehen zu müssen. Anstattdessen kauften wir uns die Zutaten zusammen und machten uns an eine Eigenkreation, die dem Original in (so gut wie) nichts nachsteht. Diverse Experimente waren nötig, um diese zunächst recht unspektakultär wirkende Mahlzeit zu unserer Zufriedenheit nachzubauen. Zu beachten sind bei dieser Anleitung zum Glück lediglich Kleinigkeiten. Auch wenn frische Zutaten eigentlich immer trumpfen, ist es ratsam hier nur zu Knoblauchpulver (und davon wenig) zu greifen. Es sei denn, Ihr steht auf übermäßigen Knobigeschmack, dann nur zu. Auch frische Jalapeno´s lassen sich nicht immer auftreiben, aber eingelegte erfüllen abgetropft ihren Zweck.




Zutaten (für 2 Portionen):
Tortillachips natur oder gesalzen
250 g Rinderhack
1 rote Paprika
1 Glas eingelegte Jalapenos
geriebener Käse (z.B. Gouda)
Salz
Pfeffer
Cayennepfeffer
Nelke gemahlen
Paprika edelsüß
Knoblauchpulver (wenig)
getrocknete Zwiebeln oder Zwiebelpulver
Oregano
Kreuzkümmel
Öl (zum anbraten)


Als erstes die Paprika und die Jalapeno´s klein würfeln/hacken und zusammen in eine Schüssel geben. Kurz vermengen (aus optischen Gründen). Öl in eine Pfanne geben und erhitzen. Dann in das brutzelnde Öl das Rinderhack geben und verteilen. Richtig, erst wenns mindestens angeröstet (bisschen braun gebraten) sollten die Zutaten zugegeben werden. Jetzt also nach und nach getrocknete Zwiebeln, Kreuzkümmel, Oregano, Cayennepfeffer, Paprika edelsüß, die gemahlenen Nelken (zwei reichen absolut und sollten nicht übermäßig verwendet werden, sonst kommt der Nikolaus aus eurer Pfanne), ein wenig Knoblauchpulver und zum Schluss Salz und Pfeffer an das Hack geben. Dabei darf der Kochlöffel oder was ihr sonst dazu nehmt ruhig ein wenig rühren, um die Zutaten optimal zu vermischen.

Nun kommt der Moment auf den wir alle gewartet haben: Freudig die Tüte Tortillas aufreissen und diese in einer ersten Schicht auf einem Teller (Pizzateller sind optimal, da man dann keinen "Berg" zu bewältigen hat) verteilen. Danach in der Mitte etwas Hack, Paprika und Jalapeno Mix und geriebenen Käse zugeben. Vertraut mir, dieser minimale Mehraufwand lohnt sich, da es sonst in der Mitte unten kaum etwas außer den trockenen Tortillas gibt. Weiter gehts mit einer zweiten Schicht Tortillachips. Diese wird dann komplett mit dem Paprika und Jalapeno-Mix sowie dem Rinderhack garniert und schließlich mit Käse überstreut. Darauf können Leute, die es etwas schärfer mögen, noch ein paar der Jalapeno Scheiben geben.

Und nun der großartige Protip: Das ganze für zweieinhalb Minuten bei Vollgas in die Microwelle. So. Genug entsetzt geguckt, ich erläutere kurz warum wir unsere Tortillas in die Micro geben. Experimente mit unserem Umluftherd ergaben, dass die ganze Mühe zu einer Art staubtrockenem Auflauf  mit braunem Knusperkäse verkommt. Dann lieber die Microwelle für ein optimales und "ziehbares" Käseerlebnis.

An für sich schon ein gutes Gericht, dazu am besten ein schönes, kühles Bier oder ein Cocktail. Auch eine Vernünftige Salsá ist sicher eine nette Zugabe. Jemand der sich gut in der Küche auskennt, kann auch eine frische Guacamole dazu machen.


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