Freitag, 4. November 2011

You're hired: Nicer Dicer


In dieser Rubrik stellen wir euch ein paar nützliche Küchenhelferleins vor. Küchenwichtel sozusagen...

Als erstes... we like to introduce the Nicer Dicer!
"Ah dieser Scheiß aus der Fernsehwerbesendung..." wird sich da manch einer denken und ja, genau diesen Scheiß mein ich. Das gute Stück gibts in zweierlei Ausführungen, normal und "Liebling, ich habe die Küche geschrumpft!"
Mir gehts heute ausschließlich um den normal großen Nicer Dicer, denn seit ich einmal bei meiner Mutter das Vergnügen mit dem Mini Nicer Dicer hatte stand für mich fest, dass dieser Schrott mir nicht ins Haus kommt.
Ganz anders die ausgewachsene Version, für mich ein echter Schatz. Traurigerweise *sniffsniff* gehör ich zu den Wesen, die trotz aller erdenklicher Vorsichtsmaßnahmen (ausgenommen Taucherbrillen, ich bin doch nich bescheuert) beim Zwiebeln schneiden heulen wie Schlosshunde. Das ist weder niedlich noch ratsam, denn unter Wasser sieht sichs nicht gut und wer nicht sieht was er tut, der tut sich weh. Für mich war also schon allein zum Wohle meiner Gesundheit irgendwann klar, dass ich mir einen Zwiebelhacker zulegen muss. Nun hasse ich aber diese Dinger auf denen man lautstark rumdrischt als wär man bei ner Aggressionsbewältigungstherapie. Der einzige Grund sich so einen gewöhnlichen Zwiebelhacker zuzulegen wär also gewesen sich an den Nachbarn zu rächen für all das Geklopfe und Gerumpel den lieben langen Tag/Nacht.
Da saß ich also irgendwann morgens so vor dem Fernseher und schaufelte mir mein Frühstücksmüsli in den Schlund als die Werbung für das Wundermaschinchen lief. Ich dacht nur "Ach ja, was fürn Quatsch, das funktioniert doch nie. Wahrscheinlich zerbrichts gleich beim ersten Versuch oder man hat nichts weiter als Gemüsemus." So ganz ließ mich das Ding dann aber trotzdem nicht los und irgendwann entdeckte ich es dann im Real,- Prospekt für um die 20 Euro.
Ich beschloss dem Nicer Dicer doch mal eine Chance zu geben nachdem ich die Möglichkeit hatte mir das Ding live und in "Farbe" (weiß) anzusehen. Und ich bin bis heute kein Stück enttäuscht.

Zwar nimmt er einem nicht alle Arbeit ab. Ist halt nur ein Küchenhelfer und kein Küchenzauberer. Also Zwiebeln schälen muss man noch selber und Gemüse putzen. Außerdem muss man das Gemüse so weit grob zerkleinern, dass es auf die Schnittfläche des Nicer Dicer passt, aber ich persönlich überlebs grade so eine Zwiebel zu halbieren oder eine Paprika in grobe Stücke zu zerhacken. Wenns mir dafür ansonsten die Schnippelarbeit erspart...
Es gibt zwei Schnittgrößen. Die kleinere eignet sich wunderbar für Zwiebeln (nicht superfein, aber für mich schon aus Bequemlichkeit pauschal fein genug) und die größere zum Beispiel um Paprika, Schinken, Tomaten usw. zu würfeln.
Ein paar Tricks gibts dabei: Zwiebeln kommen halbiert mit der Schnittfläche nach unten in den Nicer Dicer, ebenso Karotten und anderes hartes Gemüse damit es nicht weg rutscht/rollt. Tomaten, Paprika und andere weichere Gemüsesorten werden ebenfalls halbiert oder grob zerkleinert und kommen mit der Schale nach unten, also dem "Fruchtfleisch" nach oben in den Nicer Dicer. Dadurch, dass der der Nicer Dicer sich durch das Schneidgut "quetscht" und nicht wie mit einem Messer säbelt stellt die Schale von z.B. Tomaten ein kleines Problem dar. Legt man die Tomate mit der Schale nach oben rein bekommt man nur Matsche. Ich empfehle außerdem gerade bei Tomaten vorab die kernige Schnoddersuppe zu entfernen, das flüssige Zeug verteilt man sonst in der ganzen Küche (aber das würde man in den meisten Fällen ja ohnehin entfernen). Natürlich funktioniert das Ding auch mit Obst, nur schneid ich das eben seltener in Würfel.

Etwas das einen anfangs etwas skeptisch macht ist der Kraftaufwand der mitunter nötig ist um so eine Zwiebel klein zu kriegen. Generell braucht man mit dem kleinen Messeraufsatz mehr Kraft als mit dem großen, ganz klar. Aber soweit ich das nach knapp zwei Jahren Gebrauch nun sagen kann darf man den Nicer Dicer ruhig ein bisschen grober anpacken. Er biegt sich zwar teilweise besorgniserregend, aber bis heute ist er heile. Ich stütz mich einfach mit ganzer Kraft auf den Auffangbecher, dann klappt das schon.
Oh und das beste hätt ich fast vergessen: das Ding ist spülmaschinenfest, yay! ^^

Fazit: sehr empfehlenswert!




Lieferumfang:
Unterteil mit herausnehmbarer Auflage
zwei Messeraufsätze
zwei Auffangbehälter (groß und klein) mit Meßskala in ml und cups
Deckel für die Auffangbehälter



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...