Montag, 9. Januar 2012

VS: Pizzaschneider (You're hired or fired)

Jede Pizze will in handliche Stücke zerlegt werden und wir kennen alle die massig vorhandenen Werkzeuge dafür. Heute gibts deshalb eine neue Kategorie: Das VS-Duell.  Dabei werden handelsübliche Küchenhelfer im Vergleich zu anderen Gerätschaften aus der selben Kategorie getestet und über den Klee gelobt, oder ordentlich abgewatscht.
Zum einen haben wir da den Klassiker: einen Pizzaroller aus Edelstahl von Leifheit. Dieses Ding begleitet uns seit Jahren und hat schon so manchen Spülgang in den Tiefen des Geschirrspülers überstanden. Schön scharf säbelte er bis jetzt durch jedes noch so knusprige Pizzastück.
Kandidat zwei in unserer Runde ist eine Pizzakettensäge von Paladone. Dieses Ding besteht eigentlich komplett aus Plastik und ist laut Packung nicht spülmaschinengeeignet (was uns natürlich nicht abgehalten hat, es trotzdem da rein zu werfen). Erstaunlich ist, dass auch das Schneidrad aus Plastik ist.
Und der dritte im Bunde ist ein Plastik Pizzaschneider von Fackelmann. Das Ding schaut irgendwie aus wie eine Mischung aus Messer und Tortenheber, ist aber stabil und hat keine Angst vor Spülmaschinenwasser.

Was soll ein Pizzaschneider können? Genau... eine Pizze zerteilen. Diese simple Aufgabe gestaltet sich sowohl mit dem Edelstahlschneider von Leifheit und der Pizzaschaufel von Fackelmann recht einfach. Pizza knusprig kross? Kein Problem... die beiden Dinger werden locker auch mit einem festen Randstück fertig. Anders die Pizza-Kettensäge: Das schneiden verkommt zum "Kettensägenmassaker" und es gibt eine heidenschweinerei ohne das der Rand der Pizza auch nur nennenswert angekratzt wäre. Man traut sich außerdem kaum die Kettensäge fester aufzudrücken, da die Konstruktion sehr zerbrechlich wirkt. Da sind die anderen beiden Schneider eindeutig vorne und vergeben auch mal gröberes zupacken, da beide stabil genug gebaut sind.  Während am Edelstahl der ein oder andere Pizzarest besonders gut haftet (die üblichen Käsereste) geht es bei dem beschichteten Plastikschneider von Fackelmann im Vergleich zu den anderen beiden schon fast sauber zu.

Nach dem schnippeln ist ein Pizzaschneider dreckig und oh Wunder, faul wie wir sind landeten ALLE im Geschirrspüler (Handwäsche? Nur für Kristallglas und ähnlich hochwertiges, sorry Jungs, aber da müsst ihr durch). Während die Pizzaschneider von Leifheit und von Fackelmann hier sowieso ihr okay verzeichnet haben, mosert die Packung der Kettensäge und weist aus, dass diese "Küchenhilfe" nicht spülmaschinenfest sei. Erfreulich ist, dass alle drei Kandidaten hier punkten, denn überstanden haben den Waschgang alle drei. Sogar ohne Farbverlust oder ähnliches.


Aber das allein reicht uns noch nicht! Wie in allen Sparten des Lebens fragen wir: Was geht denn da noch zusätzlich? Und siehe da: Der Pizzaschneider von Fackelmann macht auf Grund seiner Form auch noch einen auf "Pizzaheber". Unglaublich aber wahr. Nicht unbedingt zwingend erforderlich, aber immerhin nett. 

Zusammenfassend kann man sagen, das zwei der drei Dinger einen guten Job machen. Die Pizzakettensäge ist ein nettes Gimmick, rein optisch. Aber bei den gewöhnlichen Aufgaben ein ganz schöner Leistungsverweigerer. American Style Pizza dick und mit Rand? Da nimmt man besser ein normales Messer als dieses Plastikmonster. Und mit der Spülmaschine steht das Ding angeblich auch auf Kriegsruß. Anders der Edelstahlpizzaroller von Leifheit: Er zersäbelt mit Leichtigkeit alles, was als Pizze daherkommt. So muss das sein. Der Plastikschneider von Fackelmann ist für eine Überraschung gut: Er schneidet für ein Platikteil erstaunlich gut und taugt zudem noch als Pizzaheber. Und: Das Ding zerkratzt nichts, also falls man auf die Idee kommt die Pizze direkt auf einem beschichteten Blech zu schneiden; geht.


Fazit des VS:


Edelstahlpizzaroller: Der Standard an dem sich andere messen lassen müssen.
Plastikpizzaschneider: Top. Gewinnt auf Grund der Tatsache, dass man damit noch zusätzlich die Pizza rumheben kann, ansonsten gleichwertig zum Edelstahlpizzaroller.
Pizzakettensäge, Plastik: Optik Plus. Das wars. Sollte erstmal lernen wie man durch knusprigen Teig kommt, bevor mit den großen gespielt wird.


Das wars auch schon, die erste VS. Folge. In der nächsten Ausgabe geht es dann um Pfannenwender. Stay tuned!

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