Sonntag, 19. Februar 2012

Küchentip 1

Salmonellen sind etwas von dem heutzutage jeder weiß. Allgemein wird empfohlen Lebensmittel, vor allem eben Geflügelfleisch und Eier 10 Minuten auf 75 °C zu erhitzen. Oder 65 °C und dafür eine halbe Stunde oder 55 °C und dafür eine Stunde. Bei Aufläufen, Suppen und so weiter kein Problem, aber wenn man nur mal eine Hühnerbrust oder ein Minutenschnitzel (der Name sagts ja schon) anbraten will gehts schon los. Lasst das Zeug mal so lange in der Pfanne, dass es im Kern für 10 Minuten 75 °C hatte. Kann mitunter schwierig sein.

Bei Eiern ist es ähnlich. Erstmal... wie misst man die Kerntemperatur eines Frühstückseis beim Kochen? Und wer will sein Ei über 10 Minuten kochen???
Manche Gerichte verlangen sogar Eier, ohne dass sie dann überhaupt erhitzt werden. Oh weh, oh Schreck.
Bei Eiern gibt es allerdings etwas Gutes zu wissen. Bei intakten Eiern ohne Sprung befinden sich die Salmonellen für gewöhnlich nur auf der Schale. Die Eier vor der Verarbeitung also heiß, am besten kochend heiß, abzuwaschen ist zwar kein absoluter Garant für Salmonellenfreiheit, aber es sollte die Lage schonmal wesentlich verbessern. Bei Frühstückseiern geht es also auch nicht unbedingt um die Kerntemperatur sondern die Temperatur auf der Schale und die ist locker über 75 °C.
Achtet also grundsätzlich darauf, dass die Eier nicht beschädigt sind.

Trotzdem sollten die Eier wenn überhaupt erst unmittelbar vor der Zubereitung abgewaschen werden und keinesfalls schon nach dem Kaufen. Die Eier verfügen über eine natürliche Schutzschicht, die das Eindringen von Keimen verhindert und die würde beim Abwaschen beschädigt.

Gängige Desinfektionsmittel helfen natürlich auch gegen Salmonellen, aber eh ich meine Lebensmittel desinfiziere würd ich mir nach dem Arbeiten mit Hühnerfleisch oder Eiern vielleicht lieber die Hände desinfizieren.

Übrigens: Kälte tötet Salmonellen nicht ab. Weder der Kühlschrank, noch der Gefrierschrank schafft das. Und Salmonellen sind sehr lange überlebensfähig. Also auch eingefrorenes Fleisch ist nicht unbedenklich. 

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1 Kommentar:

  1. Salmonellen verbreiten sich ja vor allem durch die tierquälerischen Haltungsbedingungen.

    20 Hühner auf einem qm, 10 Hühner auf einem qm, das eine Bodenhaltung, das andere Freilandhaltung, klingt beides nicht so rosig.

    Logisch dass dann das Immunsystem im Keller ist und sich die Tiere leicht gegenseitig anstecken.
    Vor allem da sie ja gerne scharren und das zu ihrem Wohlfühlverhalten gehört und bei so einer Enge die Tiere in ihren eigenen Exkrementen scharren und Staubbaden.

    Je länger die Hühner benutzt werden, umso dünner die Schale und umso leichter dringen Krankheitserreger ein.

    Die Hühnereier von unserem Nachbarn muss man recht kräftig gegen den Schüssel oder pfannenrand schlagen bis es knackt.

    Die Eier aus dem Supermarkt brechen einem schon wenn man sie unsanft anpackt.

    Die Hühner werden nach einem Jahr legen getötet da die Eier und Knochen dann total brüchig sind.

    Kurz vor Ostern gibt es die dicksten Eierschalen da dann die neuen Hühner für die Ostereierproduktion eingestallt werden und die alten größtenteils dann zerhäckselt werden weil keiner an so vielen Suppenhühnern Bedarf hätte.

    Und zu Ostern braucht man viele Eier, daher gibts neue Hühner. Um die Zeit herum wäre also die Salmonellengefahr am geringsten bei kommerziellen Eiern.

    Wer das ganze Jahr sicher gehn will legt sich entweder selber Vögel zu, oder sieht bei einem Nachbarn mit Kleinhaltung vorbei wo Freiland noch wirklich Freiland heisst.

    Durch weniger Stress und mehr frische Nahrung statt nur Soja-Getreidemehl, sind die Schalen dann auch das ganze Jahr fest, das Dotter orange statt blass und wegen den Salmonellen muss man sich auch nicht sorgen.

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