Sonntag, 11. März 2012

Bami Goreng

Noodl mi Schweinflei süsao. Nee. Also zumindest nicht ganz. Eigentlich hatten wir einfach mal Lust ein 90er Jahre Dosenfutter aufleben zu lassen. Ich kenne Bami Goreng seit ich knapp über 10 Jahre alt war... es kam öfters zum Einsatz wenn es schnell gehen musste und man Hunger auf etwas (damals) außergewöhnliches hatte.
Heute ist der Anspruch ein ganz anderer, deshalb zieht das Dosenfutter nicht mehr so ganz. Zugegeben, lecker ist es immer noch. Aber die Zutaten sind unter aller Kanone. Das ergibt dann einen günstigen Preis bei maximalen Geschmacksverstärkern, oder so in der Art. Also stellten wir uns nach dem Lesen der Zutatenliste, von der wir alles was künstlich war gestrichen haben eine Einkaufsliste zusammen. Daraus ergab es sich das wir bei einem First Timer gleich mal den Blog beglücken mussten. 

Unter anderem sprechen drei weitere Gründe dafür:
1. Wir wollten eh mal gebratene Nudeln machen, unter anderem als Leserwunsch
2. "Bammy-Goreng": Leute suchen auf unserer Seite wohl vermehrt nach dem karibischen Rezept für Bammy, da wollten wir ihnen etwas geben, das so ähnlich heißt (armes Bammy *hrhr*)
3. Wir hatten sowieso schon die passenden Nudeln daheim, weil ich beim Asia Shop immer in Kaufrausch verfalle.



Zutaten:
2 Eier
1 rote Paprika
1 Stange Lauch
500 g Schweinefleisch
1 ½ Knoblauchzehen (gepresst)
2-3 Esslöffel Mungobohnenkeime
Koriander (gemahlen)
Ingwer (gemahlen)
Chilies (Flocken)
2 Karotten
Bami Nudeln
Curcuma
Salz
½ kleine Tasse Fleisch- oder Gemüsebrühe (kräftig)
Sojasauce (beispielsweise von Kikkoman)


Als erstes die Eier in einem Glas/Becher schlagen. Wasser (mit ein klein wenig Salz) für die Nudeln aufsetzen und zum kochen bringen. Bami Nudeln müssen nur kurz (2-3 Minuten) kochen, daher: Auch wenn die Dinger recht bissfest aus dem Topf kommen, kein Problem, die garen später im Wok nach. Währen das Wasser aufwärmt, das Fleisch mit einem leicht angeschrägten Schnitt in dünne Scheiben oder Streifen schneiden. Die Karotten und die Lauchstange waschen. Die Karotte in dünne Scheiben schneiden und den Lauch in Ringe schneiden. Als nächtes noch die Paprika waschen und in Streifen schneiden, die Streifen danach halbieren.

Die Nudeln ins nun kochende Wasser geben. Zum etwa gleichen Zeitpunkt etwas Öl (Sesam oder Erdnussöl) in einem Wok erhitzen. Das Fleisch scharf anbraten, dann mit etwas Koriander, Ingwer und den über dem Fleisch ausgepressten Knoblauchzehen würzen und etwas von der Brühe hinzugeben (noch nicht alles, später werden die Nudeln mit dem Rest befeuchtet). Wenn das Fleisch fast gar ist ebenfalls Karotte, Lauch, Paprika und die Mungobohnenkeimlinge hinzugeben. Nachdem die Nudeln nun 2-3 Minuten gekocht haben solltet Ihr sie bereits abgießen und kurz abschrecken. Jetzt die Nudeln zum Rest in den Wok geben und mit Curcuma (für die Farbe), Ingwer (wenig), Koriander (ruhig etwas mehr) und Chilies (auch etwas mehr, aber nicht zu dominant werden mit der Schärfe) würzen. Zusammen mit dem Brühenrest garen lassen. Nachdem das ganze zusammen etwas gegart hat (3-4 Minuten), alles aus dem Wok nehmen und in einer Schüssel zwischenlagern.

Wieder etwas Öl in den Wok geben und die Eimasse einfüllen und anstocken lassen. Das ganze sollte ungefähr Omelette-mäßig sein. Dann verrühren, so wie beim Rührei. Nun wieder die "zwischengelagerte Masse" zurück in den Wok geben, gut vermengen. Gegebenenfalls nochmals mit den Gewürzen abschmecken, Salz hinzufügen.

Servieren und dann je nach geschmacklicher Vorliebe noch mit Sojasauce garnieren. Schnell, einfach und lecker. Guten!



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