Freitag, 9. März 2012

Challenge? Ah, come on?!

21, 22, 23... erstmal zählen. Es gibt so Dinge auf die hat man nach Ewigkeiten wirklich mal wieder Hunger. Weil Sie früher so legendär waren. Oder weil man es einfach zu gunsten von anderen Nahrungsmitteln vermieden hat, das betreffende Gericht zu machen. So begab ich mich gestern in froher Erwartung eines KLEINEN Snack-Abendbrotes in die Tiefkühlabteilung unseres gut sortierten Lebensmittelgroßmarktes. Dort erblickte ich gar köstliche Baguettestangen mit einem französisch anmutenden Belag.

Ich erinnerte mich just in diesem Moment an eine ein paar Monate zurückliegende Situation, die haargenau so war. Damals lief die Zubereitung schlecht, weil ich mich nicht haarklein an die Empfehlungen auf der Packung gehalten habe.

Okay. Drauf geschissen, wir können kochen. Und dann ist erwärmen von Tiefkühlfutter erst Recht kein Problem. Gesagt, getan. Das Zeug also mit heimgekarrt, Hunger wie ein Bengalischer Tiger nach Futterflaute, also Anleitung durchgelesen und ab mit dem Zeug in die Röhre. Die auf der Packung angegebene Viertelstunde verstrich ordnungsgemäß (Timing by Reh-Eieruhr) und ich öffnete den Ofen voller Erwartung an ein Essen aus meiner Jugend, das mir immer ganz gut geschmeckt hatte. Doch was war das? Thermonuklear blubbernder Pseudokäse auf einem Brot das nur noch aus zu Kohle zerbröselndem Acrylamid zu bestehen schien. Da ich das Zeug so heiß wie es war nicht ohne einen Schwelbrand zu provozieren direkt in den Mülleimer werfen konnte, schnitt ich das "Brot" großzügig ab und "genoß" hauchdünne Knusperscheiben mit Chemotopping jenseits der 3000 Grad Grenze... natürlich inklusive verbranntem Gaumen.

Zugegeben: Ich verstehe kaum etwas von französischer Küche. Aber das hatte garantiert kein Franzose im Sinn wenn er an ein Baguette denkt!!!! Es ist schon unglaublich was einem in Deutschland speziell für ein Fraß vorgesetzt wird. Früher (damit meine ich pre 2000) war dieses Gericht zwar kein High-Class Mahl, aber immerhin essbar ohne direkt danach dem Erfinder eine üble Krankheit an den Hals wünschen zu müssen.

Ihr ahnt es: Es gibt irgendwann demnächst Baguettes. Challenge? Nein. Denn eine Challenge soll ja eine Herausforderung sein. Ich bin aber davon übzeugt, dass ich selbst ohne es vorher überhaupt einmal ausprobiert zu haben, diese Baguettes besser selbst gemacht hätte. True Story.  

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