Montag, 22. April 2013

Bierlikör

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. So auch, wenn sich Sans Familie aufmacht, mir einen kulinarischen Gefallen zu tun. Meistens geht es dabei um Bier... oder Wurst. Oder um beides.
So begab es sich eines schönen Abends, dass eine Flasche Bierlikör den Weg auf unseren (damals noch in anderer Wohnsituation platzierten) Wohnzimmertisch fand. Das Ganze war der Hammer. Ein Likör aus Bier... mit Schaumkrone (aus Sprühsahne). Einige Zeit lang geriet dieser epische Likör in Vergessenheit, um uns dann als Geschenkidee und zum eigenen Vergnügen wieder in den Sinn zu kommen.
Das Rezept ist denkbar einfach, deshalb hier die Grundversion und am Ende des Rezeptes noch Hinweise dazu.

Herrengedeck, all rolled into one!


Schwierigkeit:
leicht







Zutaten:
0,5 l Bier
0,5 l Doppelkorn
1 Tütchen Vanillezucker
150 g Zucker


Zuerst Zucker, Vanillezucker und Bier in einen Topf geben und unter Rühren langsam erwärmen, das Ganze aber NICHT zum kochen bringen! Wenn sich der Zucker im Bier gelöst hat, unter Umrühren den Korn hinzufügen. Wieder nur erwärmen, jedoch nicht kochen lassen.  Damit ist die Arbeit auch schon getan. Wenn der Bierlikör ein wenig abgekühlt ist, kann er in eine Flasche gefüllt werden und  dann gehts ab in den Kühlschrank. Tada! Fertig. Serviertipp: Sprühsahne als Schaumkrone drauf... sieht sehr gut aus und rundet es geschmacklich ab.

Hinweis: Selbstverständlich ergeben unterschiedliche Biere unterschiedliche Ergebnisse. Unsere Manufaktur verließen am Ende Kölschlikör und Starkbierlikör.
Besonders zu beachten ist Hefeweizen. Aus irgendeinem Grund schmeckt es die ersten Tage am besten, wird danach aber recht schnell "brotig". Keine Ahnung was es ist, denn eigentlich müsste die Hefe/Zucker Reaktion durch den Korn ja gestoppt sein... aber sofern ihr sowas ausprobiert, müsst ihr nur wissen: Schnell trinken. Natürlich "verantwortungsvoll"!
Falls jemand von euch eine Theorie oder gar eine Erklärung dafür hat, warum Hefeweizen nur bedingt für den Likör geeignet ist, wären wir über Erleuchtung dankbar. Vielleicht kennt einer von euch sogar einen Weg, wie man einen Weizenlikör hinbekommt der seinen ursprünglichen Geschmack länger als zwei Tage behält. Denn ganz frisch schmeckt Weizenlikör echt genial.


Zubereitungszeit ohne Abkühlzeit: 10 Minuten




 
 


Kommentare:

  1. Also, ich kram mal mein Wissen aus dem Chemieunterricht hervor (ist ne Vermutung und ich lehn mich damit ziemlich weit aus dem Fester, aber ihr habt ja gefragt...).
    Ich vermute mal, dass das Gemisch einfach nicht lange genug erhitzt und heiß genug wird um die Hefereaktion wirklich zu stoppen. Schließlich ist es ja die Hefe, die die Meische beim Gähren in Alkohol verwandelt, somit denke ich nciht dass allein die Zugabe von Doppelkorn diesen Prozess stoppen kann.
    Wahrscheinlich hilft da wirklich nur die verantwortungsbewusste Vernichtung. Es spricht ja nichts dagegen sich dafür Hilfe in Form von durstigen Freunden zu holen. In diesem Sinne Prost.

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    1. Klingt gut. Obs so ist? Keine Ahnung. Wir werden das ganze sicherlich so oder so nochmals testen, es gibt schließlich noch 2-3 Biersorten, die lecker sind und einen Versuch verdienen.

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