Montag, 15. April 2013

VS: Pfannenwender (You're hired or fired)

To Spatel or not to Spatel, this is hier janz klar not the Question. Herzlich willkommen bei unserem Pfannenwender Deathmatch, einem VS wo am Ende nur verkrustete Reste von Plastikgeschirr übrig bleiben. Naja... ganz so übel ist es wohl doch nicht. Aber im Küchendauereinsatz trennt sich die Spreu vom Weizen und ich sollte echt aufhören, schon in den ersten drei Sätzen so übel das Phrasenschwein zu füllen. Was haben wir?

4 Pfannenwender:

Einen von (vermutlich) Gräwe aus Edelstahl 18/10. Vermutlich von Gräwe? Jap. Der lag unserer gusseisernen Pfanne aus eben diesem Haus als Bonus bei. Das Ding ist hart, unbeugsam und hat eine Spatelfläche, die man als Medium bezeichnen kann. Spülmaschinenfest und seineszeichens ein Mörderteil. Leider kann man Mörder bei beschichteten Pfannen gradezu wörtlich nehmen, denn der Pfannenwender kennt keine Gnade und zerkratzt Teflonbeschichtungen als obs Butter wäre...  Seine wahre Stärke spielt er aus, wenns in sein Heimatrevier geht: Auf Guss-/Schmiedeeisen nicht zu toppen. Die Pfanne kanns ab, keine Beschichtung, da kann gekratzt, gerührt und gewendet werden, wie man lustig ist. Und auch bei echt fetten Steaks oder Patties hält der Pfannenwender stand. Quasi der Juggernaut unter den Kandidaten.

Das große, schwarze Plastikmonster von Fackelmann. Hier kommt die maximale Auflagefläche! Da geht ne Menge drauf,  der Griff ist trotzdem noch stabil genug um auch mit einigem auf der Spatelfläche klarzukommen. Der Griff ist übrigens gummiert, liegt also gut in der Hand, sieht aber nach einigen Besuchen in der Spülmaschine aus wie angefressen. Manko? Naja, aus irgeneinem Grund bleibt einiges an den Pfannenwenderkanten kleben. Dort kann es auch sein, dass das Plastik schnell ranzig aussieht. Ob das so gesund ist? I´m not so sure. Trotzdem mein persönlicher Favorit für XXL-Burger-Patties, die man sonst nur beschwerlich gewendet bekommt (flächentechnisch, bei Gewicht ist der aus Edelstahl der König).

Den Fackelmann Klassiker in weiß. Hartes Melamin-Formaldehyd-Harz, fuck yeah. Ich glaube das Teil ist einfach in den meisten Küchen zu Hause. Stabil, geht auf Beschichtungen ohne zu kratzen, kann aber nur 170 Grad ab...danach wirds ihm zu heiß. Da so gut wie jeder die Dinger kennt, kennt auch jeder die obligatorischen braunen Stellen, die beweisen, was der Kleine schon so alles erlebt hat (und das einen die 170 Grad Regel nicht besonders interessiert). Ein sehr robustes Ding, dass muss man zugeben. Wir haben unsere (es sind Zwillinge) schon seit Jahren. Spülmaschine, Eierreste... alles schon überstanden. Kann mit ordentlich Gewicht umgehen. Leider ist die Auflagefläche die kompakteste. Wird beim Wenden von Gargut meistens nur als "Schieber" genutzt. Der Pfannenwender selber ist wie Gimli: Ein sympathischer Zwerg der ganz schön robust ist und treu an eurer Seite bleibt... außer ihr lasst ihn einfach in der Pfanne liegen...

Die schwarze Skeletthand von Paladone. Ein Geburtstagsgeschenk von einem wirklich guten Freund. Sicher, die war als Gag gedacht. Leider muss ich sagen: Ist auch nichts anderes, man bekommt Looks und das wars. Während das Design des Spatels großartig ist leidet das ganze am Material. Zu biegsam, was besonders beim dreistrebigen Griff auffällt. Was hat sich der Designer dabei gedacht? Das ganze fängt schon bei einem mittelschweren Omelette an sich durchzubiegen. Was zum.....??? Patties oder Steak wenden? Undenkbar. wäre der Mittelsteg des Griffs wenigstens aus einem Metall... dann würds wohl gehen. Es steht auch nirgends was davon, dass dieses Ding die Spülmaschine verträgt... und das Problem mit den verranzten Pfannenwenderkanten hat er auch geklaut. Natürlich: einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Schon gar nicht, wenn der Klepper Holzzähne hat und aus dem Rachen stinkt.  Aber wäre der Pfannenwender ein Pferd, wäre er noch toter als das Phantomfleisch, von dem die Medien momentan reden.

Winrar: Bis auf einen eigentlich alle irgendwie...

Der aus Edelstahl ist DER Pfannenwender, aber er braucht ne bestimmte Art von Pfanne um sein Potenzial zu entfalten. Und komm mir nachher keiner an und mault, weil er seine fast 100 Euro Jamie-Mälzer-Ultralight-Antihaft-Beschichtungs-Pfanne mit einem Edelstahlwender zerkratzt hat. Those two don't work together.   

Der Fackelmann XXL Wender taucht bei uns immer dann auf, wenn es Burger gibt. Niemand legt Patties so um wie dieser Wender, vielleicht noch eine professionelle Edelstahlburgerspatel, aber das kommt erst noch in die Küche. Bis dahin ist dieses Ding mein Burger-Bro.

Der kleine Fackelmann in weiß. Ein absoluter Allrounder. Solange ihr den nicht irgendwo liegenlasst, wo es sich über 170 Grad bewegt, wird er alles stoisch ertragen. Und auch keine Pfanne zerkratzen. Und günstig ist er auch. Und ich wette irgendwer den ihr kennt hat einen... oder ihr habt ihn sogar selber.

Und raus ist: Der Wender von Paladone. Sieht nett aus und kann sicher das ein oder andere Lebensmittelfoto aufpeppen. Aber... etwas was so offensichtliche Designflaws hat, gehört nicht in den Realeinsatz.

So, das wars. Danke! Danke! Danke! Und: Stay tuned. 





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