Donnerstag, 30. Mai 2013

Spargel for Beginners

Die Spargelsaison ist zwar fast schon wieder vorbei, aber das kleine Spargel-Ein-Mal-Eins wollen wir euch trotzdem nicht vorenthalten.
Die erste Spargelsaison außerhalb von Muttis Nest stellte mich vor gewisse Probleme. Im Laufe meiner Jugend hab ich zwar gefühlte tausend mal diverses Blabla über die Spargelzubereitung gehört, aber wie das so ist, man hört irgendwie halt doch nicht zu. Man hätts aber besser mal getan.
Das Internet, dein Freund und Helfer, sorgte immerhin dafür, dass am Ende essbarer Spargel bei heraus kam.
Falls dem ein oder anderen von euch die Spargel...Taufe *kopfkratz* noch bevor steht gibts ganz exklusiv ein paar Tipps von uns. Oh und die Tipps beziehen sich übrigens allesamt auf weißen Spargel!


I. Einkauf und Lagerung

Woran erkennt man, ob Spargel frisch ist? Auf zwei Dinge solltet ihr achten.
1. Wenn man frische Spargelstangen aneinander reibt quietschen sie. Schämt euch nicht, im Laden Spargelstangen aneinander zu rubbeln bis es quietscht... uhem...
2. Frischer Spargel spritzt! Wird ja immer schlimmer hier... Drückt man das abgeschnittene Ende einer frischen Spargelstange zusammen tritt Flüssigkeit aus. Und ja... das spritzt manchmal. Ist das abgeschnittene Ende einfach nur trocken und holzig, dann Finger weg. Wahrscheinlich ist dann auch der Rest des Spargels holzig.

Wenn der Spargel nicht noch am selben Tag zubereitet wird, dann lagert ihn im Gemüsefach des Kühlschranks. Den Spargel zuvor am besten in ein feuchtes, kaltes Geschirrtuch wickeln.


II. Das Schälen

Weißen Spargel immer immer immer schälen. Außer ihr steht total auf das Gefühl von Plastik und Holz in eurem Mund und kaut gerne und gerne lange.
Spargel hat eine sehr feste Schale, die sich auch nicht weichkochen lässt.
Je nachdem was für einen Schäler ihr benutzt müsst ihr eventuell zweimal über eine Stelle gehen. Die guten alten Schäler mit feststehender Klinge sind am besten geeignet, denn die gibt es in verschiedenen Stärken. Die, die etwas mehr Schale mitnehmen sind für Spargel ideal.
Ob ihr alles erwischt habt und keine Schale mehr am Spargel ist erfühlt ihr am besten. Der geschälte Spargel ist ganz glatt, fast schon ein bisschen glitschig, während die Schale beim darüber Streichen "bremst".
Nach dem Schälen schneidet ihr noch das angeschnittene Ende ab, denn das ist trocken und holzig.
Natürlich kann man Spargel mancherorts auch schon beim Kauf schälen lassen, allerdings sollte man davon absehen, wenn man den Spargel nicht am selben Tag noch zubereiten will. Nebenbei kann man aus den Spargelschalen auch noch eine Spargelsuppe kochen.


III. Das Kochen

Darüber liest man viel verschiedenes, sowohl über die Kochdauer, als auch die Kochart und sogar das Kochgeschirr.
In unserer Standardküche ohne Dampfgarfunktion und so weiter läuft das folgendermaßen:
Man nehme einen außreichend großen Topf, in dem die Spargelstangen liegen/schwimmen können. Also der Topfdurchmesser entspricht der Länge der Spargelstangen. ^^ Dazu Wasser, Salz, eine Prise Zucker, etwas Zitronensaft und ein Flöckchen Butter. Das Wasser zum Kochen bringen und dann Salz, Zitrone, Zucker und Butter ins Wasser geben. Die Spargelstangen werden dann ca. 15 Minuten gekocht. Die Kochzeit hängt davon ab, wie dick der Spargel ist und ob ihr euren Spargel lieber etwas fester oder weicher wollt. Testen wie weit der Spargel ist könnt ihr, indem ihr zum Beispiel eine Stange mit einer Zange heraus hebt. Wenn sie sich durchbiegt ist der Spargel weich. Uns ist das allerdings schon etwas zu weich. Deshalb nehme ich eine Stange mit der Zange und drücke sie leicht gegen den Topfrand, um zu testen wie biegsam sie ist.


IV. Spargelsuppe

Wie schon erwähnt kann man aus den "Abfällen" Spargelsuppe kochen. Wenn der Spargel gar ist, dann keinesfalls das Wasser wegschütten, wenn ihr noch Spargelsuppe kochen wollt. Stattdessen gebt ihr die Schalen und Abschnittstücke ins Wasser und kocht das Ganze noch so lange weiter, bis das Wasser richtig nach Spargel schmeckt. Mit einer Mehlschwitze, Sahne, ggf. Spargelsstückchen, Zitrone, Salz und Pfeffer könnt ihr daraus dann eine Cremesuppe machen. Natürlich ohne die Schalen.


Kommentare:

  1. Uh, das finde ich mal echt hilfreich! Ich habe mich selbst noch nie an Spagel getraut (wollte es aber schon ein paar mal ausprobieren, hatte es dann aber doch immer wieder gelassen), da ich aus der Kindheit nur schlechte Erinnerungen hatte >.>

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    1. Bevor Schatz bei mir eingezogen ist, hatte ich auch eher schlechte Erfahrungen mit Spargel. Irgendwie mochte ich den nie. Inzwischen mag ich ihn wirklich gern... das einzige was wir immer noch nicht selber machen ist eine Hollandaise-Sauce. Aber eines Tages vielleicht...

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