Samstag, 27. Dezember 2014

"Wenn du noch einmal Pralinen selbermachen willst, erinnere ich dich an diesen Tag!"

Manchmal kommt man auf echt merkwürdige Ideen. Irgendwo ist es sicher logisch, dass zwei Foodblogger gern zu Weihnachten etwas Selbstgemachtes verschenken wollen, aber man kann es sich dabei einfach machen oder man sagt sich "Hey, wie wärs mit Pralinen?"

Selbstverständlich, ohne auch nur die leiseste Ahnung in Pralinenherstellung - klar oder? Wir dachten uns "Ach komm, mit dem Internet, deinem Freund und Helfer, schaffen wir das schon." Wir haben angefangen zu recherchieren, uns einen groben Plan zurecht gelegt und so langsam beschlichen uns ernsthafte Zweifel, ob wir das wirklich schaffen. Aber kneifen ist nicht.

Also haben wir kurz vor Weihnachten einen ganzen Sonntag und ein paar Stunden am Samstag damit verbracht, Pralinen herzustellen. Natürlich hat ausnahmslos jede Pralinenart dabei erst mal Probleme und Zickereien gemacht - die Dinger wussten offenbar ganz genau, dass sie es mit blutigen Anfängern zu tun haben und haben das schamlos ausgenutzt. Die Küche war am Ende ein Schlachtfeld, ich hatte Schokolade überall - auch an den Socken - und abends lagen wir vom Probieren und verunglückte Exemplare Vertilgen mit einem Zuckerschock darnieder. Aber wir haben es immerhin geschafft, alle Beutelchen wie geplant zu befüllen. Die Pralinen sehen gar nicht mal so übel aus, haben auf jeden Fall mehr Charakter als gekaufte und über den Geschmack lässt sich auch nicht meckern.

Nun aber mal zum Wesentlichen... Ihr wollt doch sicher wissen, welche Namen unsere Kreaturen... Kreationen tragen.

Eierlikör Trüffel
Walnuss-Marzipan Pralinen
Kaffee Pralinen
Doppelbock Pralinen

So weit, so herkömmlich, bis auf die Doppelbock Pralinen vielleicht. An denen ist das Fernsehen Schuld. Ich weiß nicht mehr welche Sendung es war, aber ich tippe auf Galileo mit einem Beitrag über eine öffentliche Pralinenverköstigung. Wie das immer so ist suchen die sich dort natürlich möglichst ungewöhnliche Pralinen aus. Die Bierpraline wurde dabei nicht nur von den meisten Testern als sehr lecker bewertet, sondern auch als seltenes und einzigartiges Exemplar angepriesen. Sowas triggert uns natürlich immer sofort und löst ein reflexartiges "Pff... können wir auch" aus.

Wir haben zwar keine Vergleichsmöglichkeiten, aber wir haben eine absolut essbare Starkbier Praline geschaffen. In your face, seltenes und einzigartiges Exemplar!

Wollt ihr Rezepte, auch wenn wir sie als nicht perfekt und leicht verbuggt einstufen würden?

Kommentare:

  1. Lecker schmatzi feini! Und wo waren die denn bitte am 1. Weihnachtsfeiertag. Ich war da, aber die Pralinen nicht. Alle selber verputzt oder wie!
    Naja, das nächste Weihnachten kommt bestimmt :oP
    LG Kathrin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Such mal bei den Herrschaften im Kühlschrank. Vielleicht hat dein Paps noch welche übrig gelassen. ;) Wir haben leider nicht genügend vorzeigbare Exemplare fabrizieren können, um noch mehr Beutelchen zu befüllen. Sonst hätten wir das glatt gemacht.

      Löschen
  2. Ich wäre für Rezepte :)
    Die sehen echt toll aus! Aber hätte auch nicht gedacht, dass es so schwer ist O.O Und da habt ihr eindeutig mehr Erfahrung als ich, was das kochen und backen angeht!

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...